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Zweitbeste Hauptschule in Hessen


Gesamtschule Schenklengsfeld auf Spitzenplatz im Ranking der hessischen IHKs

VON PETER LENZ
SCHENKLENGSFELD. Bestätigt fühlen sich die pädagogisch Verantwortlichen der Gesamtschule Schenklengsfeld in ihren Bemühungen, ihren Hauptschülern ein solides Bildungsniveau zu vermitteln. Bei der jährlichen Bewertung der Haupt- und Realschulen in Hessen durch die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern landete der Hauptschulzweig Schenklengsfeld auf dem zweiten Platz, hinter der Johannes-Hack-Hauptschule in Petersberg bei Fulda.


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Damit hatten sie nicht gerechnet: Flankiert von der hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler (links) nimmt die Abordnung der Gesamtschule Schenklengsfeld den IHK-Preis für die zweitbeste Hauptschule entgegen (von links Schulleiter Oskar Ruhl, Schüler Patrick Kunkel, Hauptschulzweig-Leiterin Carola Weiß und Klassenlehrer Wilfried Marchewka). Rechts Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs.


Bewertungsgrundlage sind dabei die Notendurchschnitte in den drei Fächern der Abschlussprüfung — Mathematik, Deutsch und Englisch. Bei der Hauptschul-Abschlussprüfung 2009 lag der Durchschnitt der Mathematikarbeiten in Schenklengsfeld bei 1,9, der Englisch-Durchschnitt bei 2,1 und die Gesamtnote für die Deutsch-Tests bei 2,2.

400 Schulen bewertet
Insgesamt waren die Prüfungsergebnisse aus rund 400 hessischen Schulen gesichtet worden. Vertreter der jeweils zehn besten Haupt- und Realschulen waren in der vergangenen Woche nach Frankfurt eingeladen worden, um ihre Preise in Empfang zu nehmen. Dabei sei die genaue Platzierung noch nicht verraten worden, berichtete gestern Schulleiter Oskar Ruhl. Um so größer sei die Überraschung gewesen, dass Schenklengsfeld auf Platz zwei gelandet sei. Der Preis war immerhin mit 1000 Euro dotiert.

„Die Hauptschüler sind die Praktiker", erläuterte gestern die Leiterin des Hauptschulzweigs an der Gesamtschule Schenklengsfeld, Carola Weiß. Jeder solle die Chance haben, sich seinen Fähigkeiten entsprechend zu qualifizieren, und ein Hauptschulabschluss müsse auch nicht die Endstation auf dem Bildungsweg sein.

Weiter zur Schule
Die meisten der Hauptschul-Absoventen des Jahrgangs 2009 in Schenklengsfeld haben sich dazu entschlossen, weiterführende Schulformen zu besuchen, andere sind in die Beufsausbildung eingestiegen.
Schulleiter Ruhl sagte, die Hauptschul-Absolventen seien durch ihre Lehrerinnen und Lehrer, aber auch von seiten der Eltern gut motiviert worden: „Es war Ehrgeiz da unter den jungen Leuten und Leistungsbereitschaft." Als günstig habe es sich erwiesen, dass Klassenlehrer Wilfried Marchewka sowohl Mathematik als auch Abeitslehre bei den Abgängern unterrichtet habe und so der Bogen zwischen Theorie und Praxis geschlagen werden konnte.

80 im Hauptschulzweig
Rund 80 Schülerinnen und Schüler besuchen zur Zeit den Hauptschulzweig in der Gesamtschule Schenklengsfeld, der in der Regel mit der Klasse 9 endet. Die Aufgaben für die Abschlussprüfungen in den drei Hauptfächern sind durchaus anspruchsvoll und setzen das Verständnis komplexer Texte voraus. Die Mathematikaufgaben beziehen sich im wesentlichen auf Rechenbeispiele aus Alltag und Beruf.
 

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