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WHITE HORSE THEATRE GASTIERT AN DER GSS
Schenklengsfeld, 11.09.2009

Am Freitagvormittag erlebten ca. 360 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule eine ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Abwechslung zum regulären Englisch-Unterricht. In der Sporthalle (Hallenteil C) war zuvor vom Hausmeisterteam eine große Bühne aufgebaut und die Tribüne ausgefahren worden.

Doch zwei perfekt inszeniert und präsentierte Bühnenstücke in englischer Sprache sollten den ’großen Bahnhof’ durchaus rechtfertigen. Eingeladen von der Fachschaft Englisch präsentierte das pädagogische Tourneetheater ’The White Horse Theatre’ die Stücke ’A Pinch of Salt’ für die Schüler der 6., 7. und (einiger) 8. Klassen – und ’Food for Thought’ für die Jahrgänge 8, 9 und 10.

 

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THEATER-INFO:
Gegründet wurde die Theater-Organisation 1978 von dem englischem Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur und Musiker Peter Griffith. Seit seiner Gründung fand das White Horse Theatre auch in Deutschland großen Zuspruch; 1985 wurde sein Hauptsitz von Somerset (Südwest-England) nach in Soest (Westfalen) verlegt.


Das Theater gastiert jedes Jahr an vielen deutschen Schulen und begeistert die Schüler mit Schauspielkunst, die ohne viele Requisiten auskommt. Jede der sechs Theatergruppen setzt sich aus vier Profischauspielern zusammen, deren Muttersprache Englisch ist. Für die etwa zehnmonatigen Tourneen werden jedes Jahr bis zu neue 30 Schauspieler ausgewählt. In Schenklengsfeld trat die Theatergruppe mit folgender Besetzung auf: Elena Kaufmann, Noor Lawson, Andrew Malkin und Hamish Stansfeld, Bühnenregisseur (saß im Publikum) war Michael Dray.


theatre_2A Pinch of Salt’

(Zu Deutsch) ‘Eine Prise Salz’ ist die moderne Variante des alten englischen Märchens ‘Cap o’ Rushes’, das bereits Altmeister Shakespeare Pate stand zu seinem Königsdrama ’King Lear’. Weite Teile des Stückes erinnern aber auch an das deutsche Märchen ’Aschenputtel’, die später von dem Prinzen – wider alle Standesregeln – geehelicht wird.
Dieses Unterstufen-Stück (gedacht für Schüler zwischen 10 und 13 Jahren) ist dem Genre nach eine Komödie mit (doppeltem) Happy End. Der Klarheit in punkto Sprache und Darstellungsstil und dem direkten Einbezug des Publikums in die Bühnenhandlung verdankt das Stück zu Recht das Prädikat ’pädagogisch wertvoll’ und ’sehr unterhaltsam’. Eine Prise Salz für den Englisch-Unterricht? Bisher gastierten englische Theatergruppen im 3-Jahresrhythmus an der GSS, vielleicht sollte der Fachbereich häufiger ’würzen’!?


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 ’Food for Thought’
(Zu Deutsch) ’Stoff zum Nachdenken’ ist ein sehr ernstes und bewegendes Stück über Magersucht (Anorexia) und Bulimie, Krankheiten, an der immer mehr SchülerInnen (oft anonym und unerkannt) leiden. Samantha (Sam) isst immer weniger und macht extrem viel Sport. Es wird aber auch deutlich, dass unter der Krankheit nicht nur die Patientin (Sam) selbst leidet, sondern auch ihre Familie und ihr Freund (Duncan). Kann Sam den Dämon (Anorek) in ihrem Kopf und somit die Krankheit besiegen? Sie nimmt zumindest den Kampf auf – mit Hilfe der Eltern und eines strengen Therapieplanes! Das Stück zog (nicht nur die jugendlichen) Zuschauer in seinen Bann, man hätte eine Stecknadel fallen hören können! Es gab auch kein ’Happy End’ in Form einer vollständigen Heilung: ähnlich dem Status eine ’trockenen Alkoholikers’ wird Sam lange Zeit (wenn nicht immer) weiterkämpfen müssen.  


 

Übrigens: Das ’White Horse’ Logo des Theaters war das Wappen der Westfalen (Angelsachsen), die nach England auswanderten und sich in der (heutigen) Grafschaft Kent niederließen. Da auch Peter Griffith aus dieser Gegend stammt, liegt die Annahme nahe, dass das ’White Horse Logo’ auch ein Symbol der Gemeinsamkeit und Freundschaft (beider Länder) ist.


 

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