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Spannende Geschichte, atemberaubende Stunts
Da noch genügend Zeit bis zum Vorstellungsbeginn war, nutzten einige die
verbleibende Zeit zur Besichtigung des Rewirpowerstadions Bochum
(ehemals Ruhrstadion), das sich direkt neben dem Theater befindet. Dies
war obendrein auch noch zufälligerweise geöffnet, so konnte man sich
einen Eindruck vom ’Revier’ des VFL Bochum verschaffen. Für einige
Schüler war es beim Betreten des Rasens schon ein erhebendes Gefühl –
konnten sie für einen kurzen Augenblick mal da stehen, wo normalerweise
ihre Fußballidole zaubern und kämpfen. Pünktlich um 18.30 Uhr begann
dann die Vorstellung im ’Starlight Express–Theater’. Durch gute
Platzkarten hatte man eine ausgezeichnete Sicht auf die spektakuläre
’Weltmeisterschaft der internationalen Züge’. Zu allem Unglück trennt sich auch noch ’Pearl’ (’Rustys’ 1. Klasse-Waggon) von ihrer Dampflok – und ’Rusty’ wirft das Handtuch, von Selbstzweifeln geplagt. Da springt die alte Dampflok ’Papa’ für ihn ein und nimmt so die Herausforderung gegen ’Hightech’ und ’Macho’ an. Drei, zwei, eins – los! Flaggen fallen, Lichter blitzen, Helme funkeln. In Windeseile sausen Lokomotiven samt Anhängern über die Rennbahn. Unterdessen ist der alten Dampflok die Puste ausgegangen. Sie bittet ’Rusty’ die Ehre der Dampfloks zu retten und das Rennen fertig zu fahren. Mit der Stimme von STARLIGHT EXPRESS, die ihm sagt, worauf es im Leben ankommt, und zwar auf den Glauben an sich selbst, tritt ’Rusty’ mit neuem Mut die Finalrunde an und siegt zusammen mit ’Pearl’, die endlich begriffen hat, wem ihre wahre Liebe gilt. Zum Schluss ein ’happy ending’ mit erhobenem pädagogischen Zeigefinger und der Erinnerung an die sog.’soft skills’. Vor allem die nicht ganz alltägliche Atmosphäre des Musicals hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Schenklengsfeldern,die nach dreistündiger Vorstellung (mit reichlich Gesprächsstoff versehen) wieder die Heimreise antraten. |



Neben der Inszenierung großartiger Stunts erzählt das Musical auch eine
interessante Geschichte – so etwas wie ein modernes Märchen: Im Traum
eines Kindes bekommen Lokomotiven und Waggons menschliche Züge. Sie sind
freundlich und arrogant, mutig und hinterlistig. Sie lieben und leiden,
verlieren und gewinnen. Von weit her fahren Züge in den Bahnhof ein,
die an der Weltmeisterschaft der Lokomotiven teilnehmen wollen. Die
junge Dampflok ’Rusty’ - liebenswert, doch technisch schon lange nicht
mehr auf dem neuesten Stand, scheint gegen ihre modernen Herausforderer
wie ’Bobo’ (ein Schnellzug aus Frankreich) oder die hypermoderne E-Lok
’Electra’ keine Chance zu haben.