’Pille statt Pitt oder Pia’ oder: „Pro Familia geht in die Schulen...“
Schenklengsfeld, 14.06.2010
Auf Initiative der Biologiefachleiterin Frau Ehmer wird seit 2003 das Angebot der ’Deutschen Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V.’ - besser bekannt unter dem Namen ’Pro Pamilia’ – an der Gesamtschule regelmäßig genutzt.
Die ’Pro-Familia Fachberater’ (Sexualpädagogen und Sozialarbeiter)
kommen für die Kurse eigens an die Schule; über die Jahre hinweg sind
ihre Fachkompetenz und erfolgreiche Beratung zum festen Bestandteil des
Biologieunterrichts in allen 6. und 9. Klassen geworden. In mehreren
Sitzungen (am 7.06. 2010, 11.6. 10 und am 14.06.10, eine weitere folgt
am 25.06.10) haben die Sexualpädagogin und Diplom-Sozialarbeiterin Frau
Colton und der Sexualpädagoge und Diplom–Sozialarbeiter Herr Horn in
geschlechtsgetrennten Gruppen alle relevanten und gewünschten Themen
rund um Sexualität, Freundschaft und Partnerschaft, Missbrauch,
stressfrei und ohne Leistungsdruck mit den Schülern besprochen.
Dieses außerschulische Angebot (im Rahmen der Öffnung von Schule für
außerschulische Fachkompetenz und Angebote) wurde von den
Gesamtschüler/innen auch diesmal wieder sehr positiv angenommen.
Nebenbei gab es von den Fachberatern auch Information in eigener Sache,
also ein Überblick über das große Beratungsangebot der ’Pro Familia’
Stelle in Bad Hersfeld. Aufgrund der aktuellen Ereignisse und
Medienberichte über sexuellen Missbrauch von Schülern an Internaten und
Schulen in ganz Deutschland, hat die Aufklärung und Beratung von
Schülern durch externe Fachleute zusätzlich an Bedeutung gewonnnen.
Fakten-Check: Wussten Sie…?
Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verhüten
in Deutschland 72 Prozent der 20- bis 29-jährigen mit der Pille. 50
Jahre nach ihrer spektakulären Marktzulassung im Mai 1960 in den USA hat
kein Produkt die Welt mehr verändert als die Pille. Denn sie
ermöglichte erstmals jedem Mädchen und damit jeder weiblichen Person
selbst darüber zu entscheiden, ob und wann man schwanger wurde. ‚’Pille
statt Pia oder Pit?’, diese Frage stellt sich vor allem für junge
Mädchen - 50 Jahre später - erst gar nicht.
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