GRUNDSCHÜLER SCHNUPPERN GESAMTSCHUL-LUFT
Schenklengsfeld, 18.02.2009
Der vierstündige Schnuppervormittag an der Gesamtschule begann für die
Viertklässler aus den Grundschulen Friedewald, Hohenroda und
Schenklengsfeld mit der offiziellen Begrüßung durch die Schulleitung
(Herr Ruhl und Frau Weiß) in der Sporthalle. Schulleiter Ruhl wünschte
seinen zukünftigen Schülerinnen und Schülern einen interessanten
Vormittag und versprach ihnen auch (mit gewissem Stolz) nagelneue
Klassenräume nach den Sommerferien.
Frau Weiß, verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Schnuppertages, führte anschließend durch das Begrüßungsprogramm, das traditionell wieder musikalisch (durch Blechbläser und Liedvorträge) umrahmt wurde. Etwas überrascht schauten die 95 Grundschüler/ innen schon als die Förderstufenleiterin ihnen mitteilte, dass ihre zukünftigen Mitschüler/innen ihnen ihre neue Schule zeigen würden und nicht, wie erwartet, die Lehrer.
Nach der Einteilung in 6 Gruppen übernahmen dann jeweils 3 Schülerlotsen (Schüler/innen der Klasse G9.1) eine Gruppe Viertklässler zwecks Führung durch die Schule und durch das gesamte Schnupperkursprogramm. Endlich ging es in die ’Höhle des Löwen’, d.h. zum Unterricht in 5 verschiedenen Fächern: Kunst, Englisch, Chemie, Informatik und Deutsch. Auch für den Unterricht hatte sich Frau Weiß etwas Besonderes ausgedacht: gemeinsamer Unterricht der Grundschüler zusammen mit Fünft- und Sechstklässlern der Gesamtschule, also schulform- und klassenstufenübergreifender Unterricht gleichzeitig!
Nun, diese Premiere war ein voller Erfolg; auch einige anfänglich skeptische Lehrkräfte der GSS waren erstaunt und teilweise begeistert, wie gut das Experiment - ’Schüler lernen von und mit älteren Schülern. - geklappt hat. Dabei haben die Grundschüler von den Gesamtschülern - ganz nebenbei und ’auf dem kleinen Dienstweg’ - viele Tipps und Tricks zum Leben und Lernen an einer Gesamtschule erhalten.
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| ’Bei Dr. Grafl hat’s geknallt’, so oder so ähnlich könnte es aus dem
Munde eines Viertklässlers geklungen haben nach der Chemie
Schnupperstunde im Chemie Hörsaal. Und in der Tat muss das
Knallgas-Experiment wieder ein voller Erfolg gewesen sein, d.h. ’es hat
mordsmäßig geknallt’, meinte selbst Dr. Grafl. Aber es gab auch noch
ein paar andere Experimente zu bestaunen, im Bild läuft gerade der
Säure-Base-Farbindikator Test. |
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Kunstunterricht bei Frau Rausch
Kreativ, aktiv und praktisches Tun – das verbinden viele Schüler – von
der Grundschule bis zur Oberstufe - mit dem Fach Kunst. Im Bild haben
die Grundschüler (wiederum gemeinsam mit Gesamtschülern) Schlangen aus
Chenille-Draht gebastelt und präsentieren stolz ihre Kreationen. |
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Deutschunterricht
’Andere Unterrichtsformen fördern besseres Lehren und Lernen.’ Auch
dieses Motto hat sich Frau Weiß nicht nur für den Schnuppertag
vorgenommen. Frau Kühner (rechts im Bild) fördert und fordert freies
Sprechen und Assoziationskraft der Schüler durch Arbeit mit einer
Bilderkartei. Frau Wettlaufer befasste sich schwerpunktmäßig mit Lesen
und der deutschen Rechtschreibung. Als alternative Unterrichtsform
stand hier das Stationenlernen im Mittelpunkt.
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Mathematik wurde traditionell und im Rahmen von Informatik
unterrichtet. So bearbeiteten die Schüler Aufgaben verschiedener
Online-Matheprogramme am PC. Aber es wurde auch mit bekannten
Anwendungsprogrammen, wie beispielsweise ’Paint Brush’ gearbeitet.
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Die Pause mit Crepes war dann doch für viele Schüler ein echtes
Highlight ihres Gesamtschulbesuches. 20 Minuten Erholung von all dem
Neuen, den vielen Schülern und der ’großen’ Schule, und dazu köstliche
Crepes (a la Raacke) und freundliche Bewirtung durch die Schüler/innen
der G9.2 – das musste der Spaß sein, den Schulleiter Ruhl ihnen bei
seiner Begrüßung versprochen hatte. Ein dickes Lob erhielten die jungen
Gäste von ihren Schülerlotsen. Aufgeschlossen, freundlich,
interessiert, motiviert und richtig furchtlos wären sie gewesen, so
berichteten die Neuntklässler später. Naja, ein oder zwei sollen auch
ein bisschen frech gewesen sein, also ’gesamtschultauglich’. |
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Zum Abschied trugen die Luftballons die Wünsche der Grundschüler hinauf
in den strahlend-blauen Himmel. Auf Kärtchen hatten sie ihre Wünsche
geschrieben, in Tütchen gepackt und an den ’Gruppenluftballon’
gebunden. Auf ’Kommando’ von Frau Weiß erfolgte der gemeinsame Start.
Einige Wünsche waren so schwerwiegend, dass ein zweiter
’Trägerluftballon’ zum Abheben nötig war. Auf neugierige Nachfrage, was
ich denn tun müsse, falls ich den Luftballon fände, erwiderte einer der
Viertklässler schlagfertig: „Mir die Wünsche erfüllen natürlich!“ Auf
die Nachfragte, was das denn für Wünsche seien, sagte er: „Keine
Hausaufgaben und dass ich immer nach Hause gehen kann, wann ich will!“ |
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