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GROßER KINO-TAG AN DER GSS
Schenklengsfeld/Bad Hersfeld, 02.03.2010
Am 2.3.2010 startete die GS Schenklengsfeld erstmalig so etwas wie ein ’cineastisches Großprojekt’. Etwa 440 Schüler der Klassen 5 bis 9 und ihre Lehrer gingen im Rahmen der Hessischen Schulkinowochen ins Bad Hersfelder Kino. Pädagogisch wertvolle Filme wie ’Krabat’, ’Dünne Mädchen’, ’John Rabe’ und ’Lippels Traum’ begeisterten die jungen Zuschauer. In ’Krabat’, ein Roman von Otfried Preußler, konnten die Besucher eindrucksvoll die Geschichte eines jungen Burschen erleben, der in die Fänge der Schwarzen Magie gerät. Es entsteht ein Kampf um Leben und Tod, der mit Hilfe der Liebe das Böse überwindet. Die Verfilmung des Jugendromans ’Lippels Traum’ von Paul Maar bot der Fantasie eine beeindruckende Bühne. Sehr aktuell handelte der Film von einer Familie, in der der Vater oft unterwegs ist, eine Haushälterin auf das Kind aufpasst und der Junge sie tyrannisiert. Der Junge flüchtet sich in Träumen ins Morgenland und erlebt allerhand Abenteuer.
Der Film ’John
Rabe’ thematisierte den deutsch-chinesischen Krieg 1937. Ein
Siemens-Leiter setzt sich gegen die Herrscher für die chinesischen
Mitarbeiter ein. Er errichtet eine internationale Schutzzone und rettet
damit Hunderttausenden das Leben. Aktuell und aufwühlend und nichts für
schwache Nerven war die Dokumentation ’Dünne Mädchen’, welche die
Essstörung Bulimie im Blick hatte.
Die Klasse H7 mit Teilen der Klasse G9.1 zusammen mit ihren Lehrkräften: Nancy Neuhof (rechts außen) & Manfred Gottlieb (hinten mit Vollbart)
„Das war ein cooler Schultag! Mit allen ins Kino zu gehen und auch noch was zu lernen, das wollen wir öfter erleben!“, äußerten sich im Nachhinein die Lernenden. Das durchweg positive Echo lässt auf eine Wiederholung hoffen. Die Organisation des Exkursionstages hatten Frau Rektorin Weiß und die Fachleitung Deutsch übernommen, wobei allein der Schülertransport durch Busse schon eine logistische Herausforderung darstellte.
Da nicht alle Klassen zur gleichen Zeit nach Hause fahren
konnten, wurde auch diese zeitliche Reserve pädagogisch sinnvoll genutzt
– z.B. durch eine Stadtführung. Einen kleinen Überraschungseffekt
boten dabei die Mönche am Katharinenturm im Stiftsbezirk (im Bild), die
den Kindern anschaulich vom Leben im ehemaligen Kloster berichteten.
Die Erzählungen über die Schreibstube und das Bierbrauen fanden
besonderen Anklang. Durch die auch optisch gelungene ’Verkleidung’ der
Männer des Bad Hersfelder Geschichtsvereins war eine historische
Realität an diesem außerschulischen Lernort gegeben und begeisterte die
Schüler. (N. Neuhof ) |


