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ENTLASSFEIER 2010

Schenklengsfeld, 24.06.2010
’Ein historischer Tag’ – für alle Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen der GSS - markiert der Tag ihrer Entlassung  aus der Gesamtschule in jedem Falle auch den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.  ’Ein historischer Tag’ in seiner Einmaligkeit aber auch für die Schule – verabschiedete sie wohl zum letzten Mal Gymnasialschüler der Jahrgangsstufe 10, und auch zum ersten und letzten Mal G9 und G10 Schüler gleichzeitig.  Verantwortlich für dieses ’Phänomen’ ist die Einführung der so genannten ’G-8 Jahrgänge’ an der GSS im Schuljahr 2005/2006 – verordnet durch die Hessische Landesregierung für den gymnasialen Bildungsgang.

 

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Schulleiter Ruhl begrüßte in seiner Festrede zunächst die zahlreich erschienenen Gäste und Ehrengäste, u.a. Bürgermeister Gensler, die zuständige Schulamtsdirektorin Frau Bosold-Adam, Pfarrer Preis, die Leiterinnen der Grundschulen Hohenroda, Friedewald und Schenklengsfeld: Frau Hartwig, Frau Lehmann und Frau Hahn, und auch den ehemaligen Direktor der GSS, Herrn Lotz.  Schon zu Beginn wurde den Zuhörern klar, wer im Mittelpunkt von Herrn Ruhls Würdigungsrede stehen würde und wer die Stars der feierlichen Entlassung sein würden: seine 122 Entlassschülerinnen und Schüler!  Er wies darauf hin, dass die Einführung von ’G-8’ schulintern ziemlich erfolgreich verlaufen sei – gab es doch bezogen auf die beiden G9 Abschlussklassen in den zurückliegenden 5 Jahren nur eine Nicht-Versetzung.  Eine Prognose für Erfolg und problemloses Bestehen in der gymnasialen Oberstufe und in der Berufsausbildung könne man allerdings nicht daraus ableiten, das müssten uns empirische Untersuchungen und die Praxis später zeigen, räumte Ruhl ein.

 


Trotz der Tatsache, dass in den letzten Jahren sowohl die Zahl als auch der Anteil der Gymnasialschüler an der Gesamt-Schülerpopulation der Gesamtschule rasant gestiegen ist, ließ der Schulleiter der Kooperativen Gesamtschule keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihm der Haupt- und Realschulzweig mindestens ebenso am Herzen liegt wie der Gymnasialzweig.  Nicht ohne Stolz würdigte er zunächst die guten Leistungen seiner Hauptschüler, die bei den schriftlichen Abschlussprüfungen Noten zwischen 2,5 und 3,1 erzielten; der Durchschnittswert bei den Präsentationsprüfungen lag sogar bei 2,2.  Von den 19 Hauptschüler/innen erhielten alle einen Abschluss, 17 sogar den qualifizierenden Hauptschulabschluss, d.h. sie hatten einen Notendurchschnitt von besser als 3,0.  Acht der Hauptschüler werden eine Lehre beginnen, die meisten anderen werden die 2-jährige Berufsfachschule besuchen.

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Ähnlich gute Leistungen boten auch die diesjährigen Realschüler der Klasse R10: der Schnitt in den schriftlichen Prüfungen der drei Hauptfächer lag zwischen 2,5 und 3,0; bei den Präsentationsprüfungen war der Notenschnitt ebenfalls (wie bei den Hauptschülern) 2,2.  Von den 26 Schülern mit Realschulabschluss werden 9 eine Ausbildung beginnen, 11 wechseln auf die Fachoberschule (Abschluss Fachabitur) und 5 werden die gymnasiale Oberstufe besuchen.  Abschließend hatte Direktor Ruhl auch noch Positives von der aktuellen ’Pisa’ (Bundesländer-Vergleichs-) Studie zu berichten: Hessen hat aufgeholt und liegt im Bereich der Rechtschreibfähigkeit und in Teilbereichen der englischen Sprachkompetenz nun auf einem guten 4. Platz – vielleicht auch dank der Teilnahme einer 9. Klasse der GSS (der jetzigen Abschlussklasse R10!) – spekulierte schmunzelnd Herr Ruhl.                                              

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Anschließend trat der Klassenlehrer der G10.2 ans Rednerpult; wer es sich aber in Erwartung eines traditionell-bedächtigen akademischen Festvortrages auf seinem Stuhl (mit halb geschlossenen Augen) schon gemütlich gemacht hatte, der wurde durch die plötzlichen Rap-Einlagen von Herrn Raacke jäh wachgerüttelt.  Inhaltlich beleuchtete der Pädagoge aus der Retrospektive Freud und Leid eines Schülerlebens im Spannungsfeld zwischen Schule, Familie und Erwachsenwerden.  Mit einem Startschuss (aus einer Pistole) entließ er zu guter Letzt die Abschlussschüler in die Berufsausbildung, bzw. an weiterführende Schulen der Sekundarstufe II.        Frau Führer (Vorsitzende der Schulfördervereins) und Herr Luckhardt (Vorsitzender des Schulelternbeirats) richteten ebenfalls Grußworte an die Entlassschüler bevor sich schließlich auch die Schüler-Seite - in Person von Marleen Tobisch (Sprecherin der Abschlussklassen) - zu Wort meldete und  in souveräner Manier einige schulische Highlights in Erinnerung rief.  Abschließend bedankte sie sich bei der Schulleitung und den Lehrern für die pädagogische Arbeit und die vielfältige Unterstützung.

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Endlich war es dann so weit, der freundlichen Worte waren genug gewechselt, die Lehrer sollten, nach alter Tradition bei Schulabschlussveranstaltungen, doch wenigstens zum Schluss mal richtig ’auf die Schippe’ genommen werden! Den Anfang machte die Klasse G9.1 mit ihrem Beitrag ’Neues aus der Lehranstalt’.  Der Sketch, eine Szene aus einer Vertretungsstunde, war zwar lustig, doch die Zuschauer lachten nur über einen unbekannten Vertretungslehrer und vorlaute Schüler.  Im Beitrag der Klasse G10.2 ’Was wäre wenn?’ wurden endlich einige Lehrer imitiert und parodiert.  Die Schüler/innen stellten in verschiedenen Szenen die Kollegen dar in einem anderen (Berufs-) Leben – wären sie (eben) nicht Lehrer geworden – sehr zur Unterhaltung des Publikums.  Ähnliches präsentierte die Klasse R10 in ihrem Sketch ’R10 live’ ; sie inszenierten komische und einschneidende Ereignisse ihres Schullebens an der GSS, wobei auch mittlerweile pensionierte Kollegen nicht verschont wurden und auch a.D. noch für tosenden Applaus sorgten.

Im Anschluss an die Zeugnisausgabe waltete der Schulleiter ein letztes Mal seines Amtes: zusammen mit Frau Ehses und Frau Siegl (Vorstand des Fördervereins) verlieh er die alljährlichen Buchpreise an die Schüler und Schülerinnen mit den besten schulischen Leistungen und für besonderes soziales Engagement – für die Klasse oder die Schulgemeinde. Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Verabschiedung durch das Blechbläserensemble (Leitung: Herr Wolf), Dank gilt auch Anna Ruch (am Akkordeon) und Alexander Schuchert (am Schlagzeug) für ihre musikalische Einlage ’Libertango’. Für einen harmonischen Ausklang sorgte ein Imbiss am kalten Buffett – mit finanzieller Unterstützung durch den Schulförderverein.


 

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