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DEUTSCHE GESCHICHTE – GEFÜHLT UND ZUM ANFASSEN Projekte zum 09. November Wer am Donnerstag und Freitag (dem 5. und 6.11.) in der Gesamtschule nach planmäßigem Klassenzimmer-Unterricht im 45-Minuten-Takt suchte, erlebte eine herbe Enttäuschung. Die zwei von der Schulleitung zur Verfügung gestellten Projekttage nutzten nahezu alle Klassen zur Vorbereitung einer Ausstellung oder Präsentation am 09.11.09 (5. und 6. Stunde).
Das meist gewählte Thema bzw. Ereignis dieses ’Schicksalstages deutscher Geschichte’ war der Mauerfall, aber auch die Reichspogromnacht wurde in Ausstellungen (z.B. ’jüdisches Leben in Schenklengsfeld’) behandelt und dargestellt. Viele Klassen, die sich thematisch mit dem Mauerfall und der innerdeutschen Grenze beschäftigten, nutzten die Angebote der Grenzmuseen in unserer Region (Gedenkstätte Point Alpha bei Rasdorf und das Grenzmuseum Schifflersgrund bei Bad Sooden Allendorf), um ’Grenze mit allen Sinnen zu erfahren’ und natürlich viele Bilder und Info-Material für ihr Projekt zu sammeln.
Das Grenzmuseum Schifflersgrund beispielsweise unterhält den längsten noch erhaltenen Grenzzaun mit Todesstreifen (natürlich ohne Minen) Deutschlands und verfügt über eine große Anzahl von Ausstellungsstücken bez. Ausrüstung, Bewaffnung und Fahrzeugen der Sicherungstruppen auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze.’Grenzöffnung mit Gänsehautfeeling’ (szenisch nachgestellt durch die beiden G10 Klassen) erlebten alle Schüler und Lehrer gleich zu Beginn der Projektstunden am Montag. Von den Demonstrationen bis zum Höhepunkt der friedlichen Revolution, dem Mauerfall, wurden die Ereignisse zwar im Zeitraffer, aber in beeindruckender und unter die Haut gehende Weise dargestellt. So wurde den Gesamtschülern (allesamt nach der Wiedervereinigung geboren) nicht nur die geschichtlichen Fakten, sondern auch die enorme Emotionalität der Ereignisse bewusst gemacht; entsprechend frenetisch fiel dann auch der Applaus aus.Anschließend hatten dann alle Schüler/innen, Lehrer und Interessierte Gelegenheit, durch die Klassen zu gehen und die Ausstellungen und Präsentationen zu besuchen – ja oftmals auch zu bestaunen; denn was einige Klassen in der Kürze der Zeit alles zusammengetragen, zusammengestellt, entworfen, gebaut und gebastelt hatten, das war schon beeindruckend. In der Tat äußerten viele Schüler und Lehrer den Wunsch, besonders gelungene Projekte etwa in einer Dauerausstellung über einen gewissen Zeitraum Interessierten aus den umliegenden Schulgemeinden und Besuchern der Schule zugänglich zu machen. Ein weiterer Grund, sich auf die Fertigstellung der Schulsanierung zu freuen. |
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