|
|
|
AUßERSCHULISCHER LERNORT: PARIS Paris/Frankreich, 25.03. – 1.04.09 ’Schenklengsfeld – Paris alle retour’ hieß es für 20 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule in der letzten Märzwoche kurz vor den Osternferien. Die 8-tägige Fahrt in die 700 km entfernte französische Metropole war allerdings primär keine touristische Vergnügungsfahrt, sondern für die meisten ’GSS Franzosen’ der ’Ernstfall’, also Anwendung der gelernten Sprache unter realen, authentischen Bedingungen.
die Gruppe (rechts: Frau Kohlhaas) vor dem Louvre
Eine Woche lang waren die Schüler/innen der Klassen G8 und R9 bei französischen Gastfamilien untergebracht, d.h. bei den Eltern der Schüler der Pariser Partnerschule College-Lycee Saint Michel des Batignolles. Als absoluten Glücksfall bezeichnet K. Raacke (Fachsprecher Französisch an der Gesamtschule Schenklengsfeld) die Tatsache, dass nach jahrelangem Suchen nun erstmalig eine Schülergruppe zum Schüleraustausch in die französische Hauptstadt fahren konnte.
Vorbereitet wurde die Reise durch Briefkontakte zwischen den Klassen
von Herrn Raacke und seiner französischen Kollegin Bettina Balestier an
der o.g. Schule in Paris. Als schließlich die Direktoren beider Schulen
grünes Licht gaben, ging die Planung in die heiße Phase und nach vielen
Telefonaten, E-mails und persönlichen Kontakten der beiden
Verantwortlichen konnte die Reise in Frankreichs Hauptstadt endlich
losgehen.
vor der Sacré Coeur
Während der acht Tage lernten die Schüler der GSS Paris und seine
Bewohner kennen, machten sich in ihren Gastfamilien mit den Sitten und
Bräuchen Frankreichs bekannt und stellten sich tapfer den Anforderungen
der Fremdsprache. Wohl dem, der seine Vokabeln gut gelernt hat - aber
mit einer Kombination aus Französisch, Deutsch, Händen, Füßen, Gestik,
Mimik, und zur Not auch mal Englisch klappte die Kommunikation immer
irgendwie. An den Vormittagen und frühen Nachmittagen besichtigte die
Schülergruppe aus Schenklengsfeld alles was Paris an Sehenswürdigkeiten
zu bieten hat: Eiffelturm, Notre Dame, Arc de Triomphe, Louvre,
Invalidendom, Place de la Concorde und natürlich Versailles sind nur
einige der Monumente, die für die Schenklengsfelder Schülerinnen und
Schüler nun nicht mehr nur Fotos im Buch sind. Dabei ließen sich die
’GSS Franzosen’ von übervollen Metro-Zügen und dem allgemeinen
Verkehrsgewühl der Großstadt nicht aus der Ruhebringen. Bemerkenswert
war die außerordentliche Gastfreundschaft, die den deutschen Besuchern
entgegengebracht wurde. Dies ging sogar soweit, dass ein Gastelternpaar
ins Wohnzimmer umzog, um der deutschen Schülerin ein eigenes
Schlafzimmer zur Verfügung zu stellen. Dazu muss man wissen, dass in
der 10-Millionen Metropole Wohnraum extrem wertvoll und teuer ist.
Auch ein weiterer
Schüler-Einzelaustausch wird demnächst erfolgen; bereits im Mai kommt
eine französische Schülerin für 10 Wochen in eine Schenklengsfelder
Gastfamilie. Im Gegenzug wird dann die junge Schenklengsfelderin ab
Juli über den gleichen Zeitraum Gast in der französischen Familie in
Paris sein. Dieser 10-wöchige Einzel-Austausch mit Schulbesuch ist
allerdings bereits der dritte seiner Art - organisiert durch die
Gesamtschule,wiederum in Person von Französisch Fachsprecher Raacke. |


